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Arien und Geschichten einer der größten Primadonnen des 18. Jahrhunderts
1771 beendete die berühmteste Primadonna Europas am Koblenzer Hof ihre Karriere: Regina Mingotti. In Neapel geboren, in Graz aufgewachsen, in London, Madrid und Paris gefeiert, war sie zugleich eine selbstbewusste Streiterin für Frauenrechte und eine Meisterin der höfischen Intrige. Denn an den Höfen in Dresden, München und Koblenz gehörte sie gleichsam zur Familie.
Claudia Eder schlüpft in die schillernde Rolle der streitbaren Primadonna. Christian Rohrbach leitet als Maestro am Klavier. Drei junge Stimmen singen die schönsten Arien aus Regina Mingottis Erfolgsopern - von Hasse und Gluck, Sales und Mozart.
Claudia Eder als Regina Mingotti, Hanna Kim Koo (Sopran), Shai Terry (Mezzosopran), David Jakob Schläger (Tenor), Christian Rohrbach (Klavier und Leitung)
Programmidee, Werkauswahl, Lesetext und Einführung: Karl Böhmer
Künstlerische Leitung: Claudia Eder
Organisation: Aglaia Schieke
Eintritt frei. Einlasskarten zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten Sie jeweils zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn hier.
25.09.2026 um 19:00 Uhr, Kalkhof-Rose-Saal - Akademie der Wissenschaften, Mainz
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"Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen."
Diese Worte des 1918 im Ersten Weltkrieg mit gerade 25 Jahren gefallenen Dichters Wilfred Owen setzte Benjamin Britten als Leitwort über die Partitur seines monumentalen War Requiems.
Das Werk entstand 1961/62 als Auftragskomposition zur Einweihung des Neubaus der Kathedrale von Coventry, deren gotischer Vorgängerbau im November 1940 der Kriegsbombardierung durch deutsche Angriffe zum Opfer gefallen war. Es verbindet den Text der lateinischen Totenmesse mit englischsprachigen Gedichten von Wilfred Owen. Diese oratorienähnliche Anlage spiegelt sich auch in der Besetzung wider: Die unterschiedlichen Elemente sind auf ein Solist*innen-Trio (Sopran, Tenor, Bariton), Knaben-(Kinder-)Chor, gemischten Chor, Sinfonieorchester und Kammerorchester verteilt.
In der Marktkirche wird dieses musikalische Anti-Kriegs-Bekenntnis besonders wirken: Auch das zentrale Gotteshaus Hannovers hat schwere Zerstörung im zweiten Weltkrieg hinter sich, einige Spuren sind im Rahmen des Wiederaufbaus der 1950er Jahre bewusst sichtbar belassen worden. Erleben Sie am 20. November eines der eindrücklichsten, zentralen Werke der Chorliteratur des 20. Jahrhunderts.
Robert Waltemath